Agroforst
Seit einigen Jahren beschäftigen wir uns zunehmend mit dem Thema Agroforst (Definition siehe Deutscher Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF).
Agroforst ist unserer Ansicht nach ein zukunftsträchtiger Ansatz, die Agrarlandschaft nachhaltig zu gestalten. Aber Bäume auf den Acker zu bringen ist nicht so einfach. Es kristallisierten sich folgende Problembereiche heraus. Auf diesem Gebiet ist - vor allem in Deutschland – viel Pionierarbeit nötig.
Es kristallisierten sich folgende Problembereiche heraus:
Eigentumsverhältnisse des Ackers
bei Pachtland braucht man die Zustimmung der Verpächter
fehlende bzw. unzureichende Verankerung in der Agrarförderung
mit der neuen Förderperiode soll zwar ein Nutzungscode kommen
die bisher angedachte Agroforst-Förderung ist aber völlig unzureichend
Finanzierung
für die Anlage fallen hohe Kosten an, Erträge kommen aber (je nach System) erst in vielen Jahren
neben den reinen Gehölzkosten fallen v.a. Kosten für den anfangs nötigen Schutz vor Wildverbiss an (Bsp.: Wildschutzzaun um 11 ha rund 13.000 €) sowie in den Folgejahren kontinuierlich Pflegekosten
Gehölz-Verfügbarkeit
zu wenige Baumschulen weisen bisher ein geeignetes Sortiment auf
zudem werden tw. gebietsheimische Herkünfte bzw. Ökoware benötigt
Gehölzauswahl
die Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde (UNB) ist wichtig
Pflanz- & Pflegearbeiten
es gibt bisher kaum Erfahrungen dazu und keine Dienstleister, die für größere Flächen aber benötigt würden
Technik
die technischen Entwicklungen zur Pflanzung, Pflege & Beerntung größerer Anlagen stehen noch am Anfang
Wir arbeiten mit verschiedenen Partnern an Agroforst-Projekten - angefangen 2021 von einer ersten essbaren Windschutzhecke hin zu komplexen Agroforstsystemen.
Ein Überblick über unser Engagement finden Sie hier: Kooperationen & Projekte.










